Weitere Nebenprodukte

Schmelzkammergranulat

Schmelzkammergranulat wird bei der Verbrennung von Steinkohle in sogenannten Schmelzkammerfeuerungen gewonnen: In dem Feuerungsraum entstehen so hohe Temperaturen, dass die schmelzflüssigen, unbrennbaren Bestandteile flüssig bleiben und so abgezogen werden können. Nach der schockartigen Abkühlung erstarrt das Material zu Schmelzkammergranulat (SKG). SKG ist ein Material von ausgezeichneter Umweltverträglichkeit und hat sich als Baustoff im Hausbau, als Gesteinskörnung für Beton sowie im Erd- und Straßenbau und im Deponiebau seit über 40 Jahren bewährt. Inzwischen wird SKG und vor allem als Strahlmittel eingesetzt.

SKG hat im Vergleich zu Naturmaterial ein um 20-30 Prozent geringeres Schüttgewicht. Daraus ergeben sich nicht nur verringerte Einbaukosten, sondern auch geringere Transportkosten. Die Produktqualität wird regelmäßig überwacht, die Anwendung ist in Regelwerken definiert. 

REA-Gips

REA-Gips ist ein Rohstoff, der in Kohlekraftwerken aus den Abgasen von Rauchgasentschwefelungsanlagen (Abk. „REA“) gewonnen wird. Dabei reagiert das in den Abgasen enthaltene Schwefeldioxid mit zusätzlich beigemengtem Kalkstein zu Gips. Der so gewonnene Gips ist chemisch identisch mit dem in der Natur vorkommenden Gips (Naturgips) und oftmals reiner. Er wird – wie Naturgips – vor allem in der Gips- und Zementindustrie zur Herstellung von Baustoffen wie Gipsputz, Gipskartonplatten oder Gips-Estrich verarbeitet. Weitere Einsatzgebiete sind die als Düngemittel, Bodenverbesserer und zur Produktion von Halbhydrat oder Anhydrid.

REA-Gips ist von so hoher Qualität und Reinheit, dass er bis auf wenige Spezialanwendungen (wie z. B. für medizinische Zwecke) den Naturgips größtenteils substituieren kann und reduziert damit den Abbau des Primärrohstoffs.

Wirbelschichtaschen und Sprühabsorptionsprodukte

Wirbelschichtaschen bestehen aus einem Gemisch aus Asche und sogenanntem Bettmaterial. Durch die Feuerungsbedingungen liegen Wirbelschichtaschen als feinkörnige, unverglaste Stoffe vor und enthalten keine gesinterten und aufgeschmolzenen Kornbestandteile. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzungen werden Wirbelschichtaschen vielfältig verwendet, so z. B. als Roh- und Zusatzstoff bei der Zement- und Mörtelproduktion, bei der Herstellung von Mauersteinen, im Bergbau, im Straßen- und Landschaftsbau. Auch als Düngemittel in der Landwirtschaft werden diese Nebenprodukte aus der Steinkohle geschätzt.

Diese Internetseite ist ein Service des
Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

Logo - win-ev.org
  • Twitter