Nebenprodukte sind keine Nebensache

Produkte aus Steinkohlekraftwerken für eine nachhaltige Umwelt

Durch die Energieerzeugung mit Steinkohle entstehen neben Strom zahlreiche Nebenprodukte, die als wertvolle Sekundärrohstoffe im Wirtschaftskreislauf genutzt werden. Diese Produkte wie Flugasche, Schmelzkammergranulat, Kesselsand oder REA-Gips stellen für die Industrie wertvolle Baustoffe dar. Sie finden Einsatz in der Zement- und Betonindustrie, dem Erd- und Straßenbau oder dem Garten- und Landschaftsbau.

Natürliche Ressourcen werden immer knapper. Der Einsatz von Kraftwerksnebenprodukten schont diese natürlichen Ressourcen und sie sind längerfristig verfügbar. Bei der Herstellung und Verarbeitung von Baustoffen wird zudem Energie gespart, da diese Produkte oft ohne Aufbereitung in der Bauwirtschaft verwendet werden können.

Die Nutzung dieser Sekundärrohstoffe ist damit ein wichtiger Beitrag für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Der Umbau unserer Energieerzeugung von der Atomkraft und den konventionellen Kraftwerken hin zu den erneuerbaren Energien ist ein richtiger Weg. Allerdings muss er planbar und sozialverträglich sein, eine Versorgungssicherheit und Preisstabilität bei den Energiekosten erfüllen.

Nachdem Ausstieg aus der Kernkraft 2022 und einem zügigeren Rückbau der älterer Braunkohlekraftwerke mit höherem CO2-Ausstoß muss der Energiebedarf weiterhin sichergestellt bleiben: unabhängig von Wind und Wetter und 24 Stunden am Tag. Dafür sind als Brückentechnologie noch über einen längeren Zeitraum fossile Energieträger wie etwa Erdgas oder auch effizientere Steinkohlekraftwerke erforderlich.

Dies wurde in der aktuellen BDI Studie „Klimapfade für Deutschland 2050“ gerade bestätigt. https://bdi.eu/publikation/news/klimapfade-fuer-deutschland/

Diese Kraftwerke werden die Grundlast aus Kernenergie und reduzierter Braunkohleleistung auffangen, bis die regenerativen Energieträger und Speichermedien die erforderliche Netzstabilität gewährleisten können. Letztlich wollen die Verbraucher diese Technologien nicht subventionieren, wenn auf dem Weg zur CO2 freien Stromversorgung über die Strombörse billige Energie aus den Nachbarländern (Kernkraft oder Braunkohle) importiert wird.

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