10.10.2019

Beton mit Flugasche – Nicht nur überirdisch gut

Neuer Anwendungsbericht zum effektiven Einsatz von Flugasche im Tunnelbau

Ohne Tunnelbauwerke ist der Ausbau des Verkehrswegenetzes nicht denkbar. Natürliche Hindernisse wie Flüsse oder Berge veranlassen zur unterirdischen Führung des Straßen- und Eisenbahnverkehrs. Anforderungen an den Lärmschutz in dichtbesiedelten Regionen Deutschlands oder der Umwelt- und Landschaftsschutz führen oft zu der Entscheidung, eine Variante des Tunnelbaus zu wählen.

Neben der langen Nutzungsdauer von über 100 Jahren werden oftmals weitere Anforderungen an den Beton gestellt oder besondere Eigenschaften erwartet, die eine Verwendung von Flugasche als Betonzusatzstoff erforderlich machen.
Aus Gründen des Brandschutzes werden Tunnelbauwerke heute überwiegend ohne Tunnelwandverkleidungen errichtet und weisen zunehmend Sichtbetonqualität auf. Durch das Beimischen von Mikrofasern aus Polypropylen in den Beton kann das Brandverhalten deutlich reduziert werden. Zudem muss der verwendete Beton oft weiteren extremen Beanspruchungen widerstehen und absolut wasserdicht sein.

In vielen Bauwerken wird der Beton chemischen Angriffen ausgesetzt. Die besonderen Eigenschaften des Flugaschebetons werden für den Frischbeton, Spritzbeton aber auch für die Tübbinge als Fertigteile erläutert. Die geforderten Eigenschaften wie hoher Widerstand gegen Frost-/Tausalz-Einflüsse, gegen Angriffe von Sulfat, Chlorid oder anderen kalklösenden Säuren zeigen den effektiven Einsatz von Flugasche in der Betonbindemittelmatrix, wie ihn kaum ein anderer Zusatzstoff erfüllen kann.

„Im neuen Anwendungsbericht stellen wir auf elf Seiten die besonderen Eigenschaften der Flugasche und deren Leistungsentfaltung im Beton vor“, erläutert WIN-Geschäftsführer Thomas Kaczmarek im Rahmen eines Vortrags bei der Bayerischen Bauakademie vor Betonexperten. Es werden insgesamt vier Tunnel (Bühl, Bossler, Jagdberg und Schmücke) mit ihren jeweils besonderen Anforderungen an die Betonbauweise dargestellt. Abschließend wird der Stollenbau für das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance im Hochgebirge des schweizerischen Unterwallis erläutert. Hier waren aus hydraulischen Gründen glatte, nahezu luftporenfreie und dichte Oberflächen erforderlich. Dies führte zum Einsatz eines Selbstverdichtenden Betons mit Flugasche als Betonzusatzstoff.

„Wir freuen uns, dass unsere Appelle immer mehr auf fruchtbaren Boden fallen und Flugasche immer stärker in den speziellen Anwendungsbereichen für Beton eingesetzt wird,“ erklärt Kaczmarek. „Hier kann der Zusatzstoff seine besonderen Leistungen einbringen und helfen, dass der Beton die geforderten Eigenschaften als Spezialbaustoff erfüllt.“

Der Anwendungsbericht kann auf der WIN-Website kostenlos heruntergeladen werden.

Diese Internetseite ist ein Service des
Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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