03.04.2019

Dirk Brandenburger in den ECOBA-Vorstand gewählt

Die Europäische Vereinigung für Kraftwerksnebenprodukte (ECOBA) hat Dirk Brandenburger in den Vorstand der Organisation gewählt.

Die ECOBA-Mitglieder stellen Nebenprodukte aus Kohlekraftwerken als wertvolle Roh- und Baustoffe zur Verfügung. Sie setzen sich für vergleichbare Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene ein, um eine nachhaltige Anwendung im Binnenmarkt zu ermöglichen. „In Europa spielt die Kreislaufwirtschaft eine herausragende Rolle. Es gibt aufgrund unterschiedlicher Entwicklungen allerdings stetig Anpassungsbedarf, um den Einsatz von Kraftwerksnebenprodukten auf einem hohen Niveau zu halten bzw. die verschiedenen Vorstellungen anzupassen“, sagt Brandenburger. Die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile seien noch nicht überall bekannt.

Die Aufgaben der ECOBA sind die Förderung der Technologieentwicklung für die Verwendung von Nebenprodukten und der Austausch über industrielle, wissenschaftlich-technische, ökologische und rechtliche Aspekte. „Zugleich wollen wir die Anerkennung, Akzeptanz und Förderung von Nebenprodukten als wertvolle verwertbare Ressource bei den rechtlichen    oder regulativen Entscheidern in Europa verankern“, erläutert Brandenburger, der zugleich Vertriebsleiter der BauMineral GmbH aus Herten ist.

Um diese Ziele auch national stärker zu positionieren, ist der deutsche Wirtschaftsverband Mineralische Nebenprodukte e.V. Mitglied im ECOBA-Netzwerk. Dirk Brandenburger unterstreicht diese Zusammenarbeit, „weil Flugasche, Kesselsand oder REA-Gips grenzüberschreitend für die Industrie wertvolle mineralische Baustoffe darstellen. Sie finden Einsatz in der Zement- und Betonindustrie, dem Erd- und Straßenbau oder dem Garten- und Landschaftsbau“.
 
Dadurch werden knappe natürliche Ressourcen geschont. Bei der Herstellung und Verarbeitung von Baustoffen werde zudem Energie gespart, da diese mineralischen Zusatzstoffe oft ohne Aufbereitung direkt in der Bauwirtschaft verwendet werden können. In Deutschland ist seit jeher ein hohes Qualitätsmaß bei der Verwendung der Sekundärrohstoffe dokumentiert und sogar genormt, womit ein wichtiger Beitrag für den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen geleistet wird.
 
Die Energiewende fordert nicht nur die Energiewirtschaft heraus. Auch andere Sektoren wie Verkehr oder Gebäudedämmung sind auf vielfältige Art und Weise betroffen. Neben der Kohlekraft steigt Deutschland zudem aus der Nutzung der Kernkraft als Energiequelle aus. „Das ist ökologisch zwar ein richtiger Weg und gesamtgesellschaftlich auch unausweichlich, allerdings muss er auf allen Ebenen planbar und sozialverträglich sein. Nur auf diese Weise lässt sich der erforderliche Umbauprozess meistern“.
 
Mit den Empfehlungen der Kohlekommission ist klar, dass Kraftwerksnebenprodukte noch längere Zeit verfügbar sind. „Die neuen regenerativen Energiesysteme müssen letztlich ihre Alltagstauglichkeit noch nachweisen und zuverlässig an jedem Tag den steigenden Energiebedarf decken, ohne die Netzstabilität zu gefährden. Insofern ist es auch richtig, die Empfehlungen 2023, 2026 und 2029 zu überprüfen und gegebenenfalls nachzusteuern“. Als verlässlicher Energieträger für die Grundlast werde Kohlekraft mittelfristig als Brückentechnologie unverzichtbar sein.

Diese Internetseite ist ein Service des
Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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