18.10.2017

Flugasche bleibt wichtiger Zusatzstoff für hochwertigen Beton

Aktuelle Marktdaten und Prognose zur Verfügbarkeit

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland insgesamt 3,42 Mio. Tonnen Flugasche vermarktet, davon allein 87 Prozent für die Betonherstellung. Damit lag die Menge zwar 11 Prozent unter dem Vorjahreswert, aber noch immer gut 300.000 Tonnen über der nationalen Produktion von etwa 3,1 Mio. Tonnen, die im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben ist.

Das Aufkommen an Steinkohlenflugasche wird sich gemäß der BMWi Energieprognose 2015 und eines Gutachtens des DIW in den kommenden Jahrzehnten zwar reduzieren, sich aber bis 2035 nur auf etwa 2,2 Mio. Tonnen aus der Produktion schrittweise verringern. Im Kontext der aktuellen Entwicklung politischer Ziele im Energie-Mix wird der Einsatz fossiler Energieträger weiter zurückgehen. Der Ausstieg aus der Kernkraft 2022 muss allerdings ebenso zuverlässig aufgefangen werden, wie ein möglicher rascherer Ausstieg aus Abbau und Verwendung von Braunkohle, die mit über 50% an den CO2-Emissionen aus der Energieerzeugung, aber nur zu 25% am gesamten Energieaufkommen beteiligt ist.

Der Rückgang 2015 lag im Wesentlichen an den klimatischen Bedingungen im Jahresverlauf und einem warmen und kurzen Winter. Revisionsvorgänge einzelner Kraftwerke haben zudem die lokale Verfügbarkeit mit zertifizierten Mengen teilweise erschwert. Eine kontinuierliche und lineare Belieferung war im Jahresverlauf nicht immer just-in-time möglich. Die WIN-Mitgliedsunternehmen haben die Versorgung durch optimierte Service- und Logistik¬maßnahmen und auch mit ihrem Netzwerk ins Ausland überwiegend ausgleichen können.

Aufgrund des milden Klimas und durch weitere betriebsbedingte Revisionen älterer Kraftwerke oder eine schwankende Kraftwerksauslastungen im laufenden Jahr 2017 kam es jüngst regional sogar zu einzelnen Lieferengpässen, die allerdings in großem Maße aufgearbeitet sind.  Die Mitglieder optimieren verstärkt ihr Logistiknetz, um mit den Kunden geeignete Modelle zu entwickeln und künftig eine kontinuierliche Versorgung mit Baustoffen aus den Kraftwerken zu verbessern.

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