14.11.2017

Flugasche – Lieferfähigkeit und Prognose, Änderungen im Baurecht, Qualitätssicherung

Vortragstour ist gestartet.

Der Wirtschaftsverband Mineralische Nebenprodukte e.V. (kurz: WIN) ist aus aktuellem Anlass auf vielen Seminarveranstaltungen und berichtet über die politische und technische Zusammenarbeit und seine Mitwirkung bei der Initiierung, Planung und Beratung von branchenrelevanten Gesetzen, Verordnungen oder Richtlinien. Nach zwei Seminaren in der Bayerischen Bauakademie Feuchtwangen folgten Veranstaltungen des Vereins Deutscher Betoningenieure in Leipzig, Kiel, Hannover und Hamburg. Weitere schließen im kommenden Jahr an.
Dabei referiert Thomas Kaczmarek, WIN-Geschäftsführer (s. Bild), über die aktuelle Marktsituation für Kraftwerksnebenprodukte, insbesondere für Flugasche gemäß DIN EN 450-1 als Zusatzstoff für Beton. Die aktuelle Statistik zeige einen leichten Rückgang von elf Prozent für 2015, der in gleichem Umfang auch für 2016 erwartet wird. Nach einer Studie auf Basis der BMWi Energieprognose 2015 und eines Gutachtens des DIW werde sich die Produktion von heimischer Flugasche bis 2035 auf etwa 2,2 Mio. Tonnen schrittweise verringern. Letztlich müsse die Abschaltung der Atomkraftwerke in vier Jahren und der erwartet raschere Ausstieg aus Tagebau und Verfeuerung von Braunkohle im Energiemix aufgefangen werden.

Die neue Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubedingungen (VVTB) ist seit 31. August 2017 in Kraft. Sie müsse als nationale Vorschrift noch in die Landesbauordnungen übernommen werden. Bis zu dieser föderalen Anpassung werden als Nachweis der nationalen Umweltanforderungen gemäß der alten BRL z.B. die gültigen „allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen“ (abZ) weiterhin anerkannt.
Künftig erfüllen siliciumreiche Flugaschen diese Anforderungen und müssen keinen zusätzlichen Nachweis erbringen. Der rechtskonforme Einsatz von Flugasche nach DIN EN 450-1 ist also weiterhin sicher. Die WIN-Mitgliedsunternehmen beraten dazu ausführlich. Abschließend erinnert Kaczmarek an die Vorteile beim Einsatz von Flugasche im Flüssig- oder Festbeton. Nur bei entsprechend geforderten Eigenschaften des Betons sollte der Zusatzstoff sinnvoll verwendet werden, damit die speziellen Anforderungen erfüllt werden. Ausschließlich betriebswirtschaftliche Gründe seien nicht hinreichend.

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Thomas Kaczmarek, WIN-Geschäftsführer, vor Teilnehmern in der Bayerischen Bauakademie, Feuchtwangen

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