26.04.2021

Flugasche „Spezial“ – Neue Produktinformation zur Nachhaltigkeit.

Beton gilt als der weltweit meistverwendete Baustoff. Daher sind die technische Optimie­rung und seine Umweltverträglichkeit von besonderer Bedeutung. Als Betonzusatzstoff nach DIN EN 450-1 ist Flugasche seit über 50 Jahren eine sehr begehrte und zertifizierte Bindemittelkomponente, deren Verwendung im Beton gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 geregelt ist.

„Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt,“ erklärt WIN-Geschäftsführer Thomas Kaczmarek, „die verbesserten Frischbetoneigenschaften und der positive Einfluss auf die Dauerhaftigkeit des Festbetons.“ Darüber hinaus leistet der Einsatz von Flugasche im Beton einen erheblich positiven Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen. Weitere betontechnologische Vorteile sind in der neuen WIN-Broschüre zusammengefasst, die kostenlos heruntergeladen werden kann.

Der Zementanteil als Bindemittel im Beton kann ohne jede Qualitätseinbuße durch den Einsatz von Flugasche als Hauptbestandteil erheblich reduziert werden. Dadurch wer­den nicht nur die natürlichen Ressourcen geschont, da weniger Kalk und Ton abgebaut und energieintensiv aufbereitet werden müssen, es wird auch deutlich weniger Kohlen­dioxid emittiert. Flugasche trägt mit ihrem im Vergleich sehr geringen ökologischen Fußabdruck als mineralisches Nebenprodukt zu einer deutlichen Verbesserung und Umweltfreundlichkeit von Beton bei. Während in der öffentlichen Datenbank OEKOBAUDAT das globale Erwärmungspotential (GWP) für eine Tonne Zement mit 587 kg CO2 eq.-Emissionen angegeben wird, liegt er für Flugasche bei null (https://bit.ly/OEKOBAUDAT-Flugasche).

„Flugasche trägt als Sekundärrohstoff also hervorragend zur Ressourceneffizienz bei“, unterstreicht der Verbandsgeschäftsführer. Zwar werde das Angebot an Flugasche auf­grund der Stilllegung einzelner Steinkohlekraftwerke mittelfristig abnehmen und nicht überall just-in-time verfügbar sein, „umso wichtiger ist der bewusste und nachhaltige Einsatz von Flugasche überall dort, wo sie zur Performance des Betons beiträgt und nicht als preiswertes Bindemittel im Standardbeton verschwendet wird“, fasst Thomas Kaczmarek zusammen.

Hier decken sich die Aussagen mit dem jüngst veröffentlichen Positionspapier des Deutschen Beton- und Bautechnikvereins (DBV). Dort werden auch die WIN-Veröffentli­chungen und Aussagen zur künftigen Verfügbarkeit zitiert. Der DBV kommt in seinem Fazit zum gleichen Ergebnis, dass Flugasche im Beton nur noch zielorientiert einge­setzt werden solle. Flugasche entfaltet ihre technische Leistungskraft, wenn der Beton besondere Anforde­rungen erfüllen muss, wie z.B. beim hohen Widerstand gegen chemische Angriffe oder bei der Reduzierung der Hydratationswärme massiger Bauteile.

„Nicht nur im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist Beton mit Flugasche der wertvollere und grünere Beton im jeweiligen Anwendungsprofil, resümiert Thomas Kaczmarek. Die neue Produktinformation stellt alle relevanten Fakten für die Bewertung der Umwelt­einwirkungen von Flugasche für den Einsatz im Beton zusammen.

Diese Internetseite ist ein Service des
Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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