17.12.2020

Leichter Rückgang bei Flugasche – Kesselsand auf Wachstumskurs.

Geringer Rückgang zeigt auch die Verfügbarkeit von Flugasche für anspruchsvolle Betone. Kesselsand als Kultursubstrat im GaLa-Bau gefragt.

Düsseldorf, 18. Dezember 2020
Der Absatz von Kraftwerksnebenprodukten war im vergangenen Jahr erneut nur leicht rück­läufig. „Im Umfeld der Rahmenbedingungen zum Kohleausstieg sind wir mit dem Rückgang in 2019 von rund 10 Prozent zufrieden,“ berichtet Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland insgesamt 2,322 Mio. Tonnen Flugasche vermarktet, davon allein 93,3 Prozent für die Beton- und Zementherstellung.

 

„Betonkunden, die im vergangenen Jahr keine Flugasche erhielten, haben sicher zurecht reklamiert“, erläutert Kaczmarek, „allerdings können wir das Bild der Verfügbarkeit bei diesem eher leichten Rückgang jetzt anders bewerten.“ Mit dem 2019er Absatz von Flugasche liege man leicht unter dem Niveau von 2018. Bemerkenswert sei erneut, dass etwa fünfzehn Prozent der Gesamtmenge mit Importen aus den Nachbarländern gedeckt wurde. Es zeige, dass die Service- und Logistikmaßnahmen der WIN-Mitglieder eine Versorgung in vielen Bereichen sicherstellen konnten. Im übrigen stellt der WIN-Geschäftsführer fest, „dass Beton mit Flugasche neben der höheren technischen Leistungsfähigkeit inzwischen auch eine umweltfreundlichere Bewertung erhält, weil sie den CO2-Impact für Beton als Bindemittel reduzieren kann“.

Eine positive Entwicklung der Nachfrage nach Kesselsand im Garten- und Landschaftsbau unter­streiche die seit 2018 erfolgreiche Informationskampagne des Verbandes mit den Mitglieds­unternehmen. „Ein Zuwachs im neuen Vermarktungssegment um 34 Prozent ist beachtlich. Ergebnisse aus einem bundesweiten Ringversuch haben gezeigt, dass alle umweltrelevanten Parameter für die Anwendung als Ausgangsstoff für Kultursubstrate weit unterschritten werden und den Einsatz in diesem Segment sehr attraktiv machen.“

Zudem werden durch den Einsatz von Kesselsand natürliche Ressourcen geschont, Energie gespart und zusätzliche CO2-Emissionen vermieden, die bei vergleichbaren Baustoffen zur ener­gieintensiven Gewinnung, Produktion oder Aufbereitung erst benötigt würden.

Auch künftig werde das Angebot an Kraftwerksnebenprodukten nicht mehr wachsen und überall just-in-time verfügbar sein. Umso wichtiger sei eine optimale Lagerhaltung und der umsichtige und zielgerichtete Einsatz der wertvollen Sekundärrohstoffe. „Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache, der Ökostrom-Anteil ist im Jahr 2020 nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V um 4,2 Prozent gewachsen, aber nicht regelmäßig verfügbar. So ging die Strommenge aus Kohle zwar nach Angaben des arte-Redaktionsnetzwerkes um 9,9 Prozent zurück, sie war im dritten Quartal 2020 aber dennoch wichtigster und verlässlicher Energieträger.“

Auf dem aktuellen Reduzierungspfad für die Steinkohlekraftwerke müssen die knapper werden­den Nebenprodukte also vielmehr dort eingesetzt werden, wo sie ihre Leistung am besten entfal­ten können, erklärt der Verbandsgeschäftsführer.

Die vollständige Pressemeldung kann hier heruntergeladen werden.

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Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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