18.06.2018

Neuer Anwendungsbericht: Elbphilharmonie - Ein Klangkörper aus REA-Gips

Die Begeisterung für dieses grandiose Konzerthaus mit seinem wunderbaren Klang hat die Negativschlagzeilen über Bauzeitverlängerungen und Kostensteigerungen längst verdrängt. Möglich wurde dieses „Amphitheater der Tonkunst“ – so der damalige Bundespräsident Joachim Gauck – durch eine umsichtige Planung und eine „Weiße Haut“ aus Gipsfaserplatten mit REA-Gips im Konzertsaal.

Damit der Konzertsaal nicht nur durch seine einzigartige Nähe zu den Künstlern beeindruckt, sondern auch durch seine Akustik, widmeten die Architekten der akustischen Planung hohe Aufmerksamkeit. Der Raumklang des Großen Saals wurde mit Hilfe komplexer 3-D-Modelle im Computer entwickelt und im Modell im Maßstab 1:10 getestet. Aufgrund dieser Ergebnisse wurden hochverdichteten Gipsfaserplatten mit REA-Gips als Verschalung für Wände und die Decken eigens für die Elbphilharmonie produziert.

Teilweise wurden die Platten mehrschichtig verbunden, so dass unterschiedlich hohe Elemente bis zu 18 cm Dicke und mit Flächengewichten bis zu 150 kg/m² entstanden. Das hohe Flächengewicht ist für eine gute Schallreflexion erforderlich. Anschließend wurden mit CNC-Fräsen über eine Million 5 bis 9 cm tiefe „Muscheltäler“ in diese Elemente eingearbeitet, so dass 10 287 Platten entstanden, von der keine der anderen gleicht.

Der für die Platten verwendete Werkstoff besteht zu 90 % aus einer Mischung von REA-Gips und Naturgips und aus 10 % Zellulosefasern. Für den Einsatz bei der Elbphilharmonie wurde die Mischung so angepasst, dass die Platten gegenüber der Serienproduktion heller wurden. Das Material weist eine hohe Tragfähigkeit bei sehr guter Verarbeitbarkeit aus.

„REA-Gips ist ein mineralischer Rohstoff, der bei der Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken entsteht“, erklärt Thomas Kaczmarek, WIN-Geschäftsführer. „Er sorgt für die Schonung der natürlichen Ressourcen in der Gipsindustrie und wird ohne weitere Nachbehandlung ebenso wie Naturgips zur Herstellung von Gipsbaustoffen eingesetzt“.

Die Dokumentation wird digital zum kostenlosen Herunterladen auf der WIN-Website angeboten: www.win-ev.org/verband/dokumente

Ansprechpartner für die Medien: 
Thomas Kaczmarek
Büro: 0049.211.4578341
Mobil: 0049.172.5999666
eMail: tkno spam@win-ev.org

Diese Internetseite ist ein Service des
Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

Logo - win-ev.org
  • Twitter